Zwei Sprayer wagen sich in die Höhle des Löwen

Königsbrunn Graffiti und Polizei - das sind zwei Begriffe, die nicht unbedingt an eine harmonische Verbindung denken lassen. Dazu kommt einem eher eine Straftat, nämlich Sachbeschädigung, in den Sinn. Dass Polizei und Graffiti auch eine Symbiose eingehen können, bestätigte sich kürzlich bei der Königsbrunner Bereitschaftspolizei (Bepo). Dort haben zwei Augsburger Graffitikünstler eine große freie Fläche mit einem plakativen Werk aufgewertet. Von Helmut Kubsch

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Eine kahle Wand in der Kantine der Bereitschaftspolizei Königsbrunn verschönerten die Graffitikünstler "Mr. Sed" und "Maler", alias Robert Kempe und Michael Reithmayer, mit diesem witzigen Werk. Foto: RolandDer Zeitungsbericht "Augsburg wird jetzt bunter" in der Wochenzeitung Landkreis Extra, die im Verlag unserer Zeitung erscheint, brachte Michael Kanth auf die Idee für ein Graffito an der großen kahlen Wand in einem bewirtschafteten Aufenthaltsraum bei der Kantine der Bepo-Abteilung. Die fast zehn Meter lange weiße Fläche fiel dem Personalratsvorsitzenden seit Langem bei seinen regelmäßigen Sprechstunden unangenehm auf.

Schnell war nach der Zeitungslektüre der Kontakt zu den Machern der Augsburger Graffiti-Initiative hergestellt. Und bald machten sich die Profisprayer "Mr. Sed" und "Maler" an die Arbeit.